Shitstorm als Grenzerfahrung

Unternehmen, die in Krisenzeiten eine unprofessionell Unternehmenskommunikation führen, sehen sich in dem digitalen Zeitalter schnell einem noch relativ neuen Phänomen ausgesetzt: Dem Phänomen des Shitstorms.  

Zahlreiche Autoren bezeichnen einen Shitstorm für die Betroffenen als eine Grenzerfahrung, die eine ganz besondere Form einer Social-Media-Krise darstellt. Shitstorms äußern sich in der Regel durch eine hohe Emotionalität und Polemik. Erstmals trat dieser  Begriff in dem englischsprachigen Raum in Erscheinung und weist eine viel umfangreichere Bedeutung auf, als es in der deutschen Sprache der Fall ist. Bereits zu Beginn der 1940er Jahre findet der Begriff des Shitstorms in dem literarischen Werk „The one-eyed man is king: A Story of Winning“ des Autors Gordon Graham eine erste Erwähnung. In diesem Werk handelt es sich um ausufernde Gefühlsausbrüche, die unter anderem wie folgt geschildert werden:

Grundsätzlich handelt es sich bei einem Shitstorm um eine unangenehme und sich zuspitzende Situation. Im deutschen Sprachgebrauch steht dieser Begriff hauptsächlich in Verbindung mit den sozialen Medien. Eine der ersten Erwähnungen im deutschsprachigen Raum erfolgte im Jahr 2010 durch den Journalisten und Blogger Sascha Lobo, der das Wort auf der ‚republica 2010‘ verwendete. Nach seinem Verständnis handelt es sich bei einem Shitstorm um eine

 

„(...) subjektiv große Anzahl von kritischen Äußerungen (...), von denen sich zumindest ein Teil vom ursprünglichen Thema ablöst und stattdessen aggressiv, beleidigend, drohend oder anders attackierend geführt wird“

 

In den folgenden Jahren stieg die Verwendung dieses sprachlichen Phänomens in den deutschen Onlinemedien wie auch in den herkömmlichen Medien an. Es kann durchaus von einem Modewort gesprochen werden, dass im allgemeinen Sprachgebrauch für kritische, beleidigende Äußerungen und Kommentare im Internet steht. Die Unterschiede zwischen einem Shitstorm und dem Cyber-Mobbing sind durchaus fließend, wobei es bei einem Cyber-Mobbing keinen Grund für die Beleidigung und Herabsetzung von Menschen und Organisationen bedarf. Somit geht einem Shitstorm eine konkrete Grundlage voraus.

Unternehmen müssen im digitalen Zeitalter jederzeit davon ausgehen, dass über sie ein Shitstorm in Form von beleidigenden und herablassenden Äußerungen über ihre Dienstleistungen bzw. Produkte hereinbricht.  In diesem Zusammenhang reichen allein kritische Äußerungen von Usern noch nicht aus, um von einem Shitstorm  zusprechen. Erst wenn die sachliche Gesprächsebene verlassen wird und die Äußerungen in Beschimpfungen ausufern, ist  von einem Shitstorm die Rede. Aus diesem Grund ist auf Seiten der Unternehmensführung eine professionelle Krisenprävention innerhalb des World Wide Web unverzichtbar. 

Die Autoren Daniel Graf und Barbara Schwede haben eine sogenannte Shitstorm-Skala erstellt, die Unternehmen (wie auch Privatpersonen) als Richtschnur bzw. als eine Form des Wetterberichtes in den sozialen Medien verwenden können. Anhand dieser Skala, die analog zu der Beaufort-Skala für Wetterberichte erstellt worden ist,  lässt sich der jeweilige Grad der Empörung der User ablesen. Mithilfe dieser Skala sollen Unternehmen in die Lage versetzt werden, den Grad der Empörung wie bei einem Frühwarnsystem, abzulesen. Wenn Unternehmen diese oder ähnliche Skalen anwenden, können sie unter Verwendung der passenden Präventionsmaßnahmen einen drohenden Orkan begegnen. In diesem Zusammenhang sei jedoch darauf hingewiesen, dass diese Skala den Betroffenen keine konkreten Vorschläge anbietet, auf welche Art und Weise sie auf den Gegenwind reagieren sollten. Die jeweiligen Maßnahmen müssen die Unternehmen selber herausfinden. 

 

 

 

 

Quelle:https://www.unternehmer.de/lexikon/online-marketing-lexikon/shitstorm https://www.advidera.com/glossar/shitstorm/

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